Besuch im Kindergarten
Tobias Benedikt Meier
Moonbuggy Team HS 2011
www.spaceeducation.de
Leipzig, 28.01.2011
Heute geht es in den Kindergarten für einen Vortrag über Moskau.
Der Kindergarten “Happy Kids” macht mit den Kindern eine sogenannte “Weltreise”. Sie haben eine Weltkugel, die nach und nach abgegangen wird. Diese Woche ist Russland an der Reihe. Da ich schon in Moskau war, weiß ich natürlich auch schon viel darüber.
Frau Gilbert holt mich ab, damit ich zum Kindergarten komme. Wir haben jetzt den Kindergarten erreicht und ich werde allen Mitarbeiterinnen vorgestellt. Muss jetzt bloß noch mein Anzug anziehen und dann kann es losgehen. Inzwischen ist auch Ralf Heckel und Yvonne mit ihrem blauen Raumanzug eingetroffen. Der Laptop wird an den Beamer angeschlossen. Wir zeigen den Kindern ein paar Filme und erzählen noch ein bisschen über Moskau und dann geht es schon los zum Raketenstart.
Natürlich kein echter Raketenstart, sondern eine Feuerwerksrakete die in den Boden gesteckt ist. Die Raketen sind ohne Farbkugeln, dafür haben die Kinder kleine Kosmonauten gebastelt. Die Kosmonauten sind aus Tempo-Taschentüchern gemacht und werden vorher alle kontrolliert. Beim ersten Versuch ist die Rakete im Boden stecken geblieben und verpuffte. Beim zweiten Versuch ging alles gut und die Kinder freuten sich. Frau Gilbert hat gesagt, dass der Kosmonaut auf dem Dach des Neubaublockes nebenan gelandet ist. Als Dankeschön habe ich ein LKW-Buch bekommen. Jetzt muss ich noch zurück in die Schule eine Deutscharbeit nachschreiben.

Yvonne Heckel zündet die Rakete
Unser Besuch auf der Energia-Webseite
Dies hat noch nie ein Ausländer in Russland geschafft:
www.energia.ru/en/news/news-2011/photo_01-12.html
Aber Ihr!
Gratuliere!
Im kommenden Jahr könnt Ihr auch zu den Preisempfängern gehören und im Text namentlich erwähnt werden. Das wäre bereits eine der höchsten Ehren der rusischen Raumfahrt, welche mit der Stillegung der Space-Shuttles ab Sommer diesen Jahres bis etwa Ende dieses Jahrzehnts führend in der bemannten Raumfahrt sein wird. In Verbindung mit einem erfolgreichen NASA-Preis über ein bis 2 Jahre stünden Euch damit alle Tore der internationalen Luft- und Raumfahrt offen.
Ralf Heckel,
principal
Russland ein Märchenland
von Ralf Heckel, www.spaceeducation.de
Fotos: www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625831046626/
Der Samstag heute war entspannt mit etwas Kulturprogramm. Die Jungs haben sich im Ismailowski-Park auf dem Trödelmarkt umgesehen. Bei -6 °C und leichtem Schneefall erfüllte sich zwischen dem Hühnerbein-Haus der Hexe Babajaga und der Schneekönigin ein kleiner russischer Märchentraum. Es gab viel zu Sehen und zum Anfassen. Vor allem die Bauten verschiedener historischer Kulissen verzauberten das Geschehen. Es gab Matroschkas in allen Größen und Mengen, alte Antiquaritäten und neue Souvenirs. Als die Kälte durch die Mäntel zog, setzten sich alle bei heißem Tee in ein rustikales Holzhaus und aßen ein deftiges Schaschlik.
Am Nachmittag kamen drei russische Studenten des Moskauer Luft- und Raumfahrtinstitutes. Jewgeni sah müde aus, er hat gestern sein Diplom mit Auszeichnung gemacht. Es ist bereits das beste Diplom des Jahres. Er wird im Februar für zwei Jahre nach Leipzig kommen, als Mentor für verschiedene BELL-Arbeiten zur Verfügung stehen und die Arbeitsgemeinschaft “CAD” im Dienst des International Space Education Institutes an mehreren Schulen leiten.
Marina Tereschkowa und Roman Tarasow wollen das russische Moonbuggy in Leipzig fertig stellen und im April in der USA fahren. Wir erfahren, dass die Leitung des Moskauer Luft- und Raumfahrtinstitutes ein weiteres eigenes Team aufgestellt hat. Das ist eine große Überraschung.
Die Schüler Tobias und Christoph schreiben fleißig an ihren Berichten, als verschiedene Emails eingehen. Der heute 75-jährige Chefkonstrukteur des Lunochod 1 will die Moonbuggy-Teams des International Space Education Institutes unterstützen, die Geschäftseitung des Raumschiffherstellers RKK Energia auch und die Leitung der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos fragt nach, ob sie die Vorhaben des International Space Education Institutes beschleunigen kann. Man bietet der Botschafterin Yvonne einen neuen Raumanzug an und bittet um die leihweise Verfügungsstellung des seit 8 Jahren getragenen Anzuges für eine Ausstellung im Rahmen herausragender Bildungsarbeit für die Wissenschaft und Raumfahrt. Am Abend erscheint ein bekannter russischer Geschäftsmann mit seiner Tochter im Hostel und bietet dem Leipziger Institut mit der Finanzierung einiger Flugtickets in die USA Unterstützung an. Er sagt: “Bei so etwas Großem muss ich einfach helfen. Ich kann nicht anders.”
LVZ-Bericht
Heute erschien in der Leipziger Volkszeitung auf Seite 20 ein Artikel über die Reise des Teams des International Spaceeducation Instituts nach Rußland:
Schüler auf den Spuren der Kosmonautik
Leipziger Institut organisiert Raumfahrt-Bildungstour nach Moskau
Am Dienstag sind sie in Richtung Moskau abgehoben und morgen werden sie wieder auf heimatlichem Boden landen – zwei Schüler, die als Mitglieder des Leipziger International Space Education Institute (Isei) bei der Mission die Kosmostechnik hautnah erleben.
Das Programm in der russischen Hauptstadt ist für den 14-jährigen Tobias Meier und den 15-jährigen Christoph Eibeck dicht gedrängt. Tobias nutzt die wenigen ruhigen Momente, um im Online-Tagebuch seine Eindrücke zu schildern. “Ich schreibe meist abends meine Berichte, es sind unglaubliche Tage, die wir hier verbringen”, lässt der Mittelschüler aus Portitz wissen, der in seiner Freizeit am Leipziger Isei aktiv ist und dort zum so genannten Moonbuggy-Team gehört, das innovative Tretfahrzeuge konstruiert und baut. Auch Christoph, der Brandiser Gymnasiast, macht in der Moonbuggy-Mannschaft mit.
Isei-Vereinschef Ralf Heckel, der seit vielen Jahren enge Kontakte zur US-amerikanischen Nasa und zur russischen Raumfahrtbehörde pflegt, hat den Moskau-Trip organisiert und ist stolz auf die beiden Jungs, mit denen er vor Ort auf den Spuren der Kosmonautik wandelt. “Sie beweisen Durchhaltevermögen, treten souverän auf, sind wissensdurstig”, mailt Heckel an die LVZ. Hinter ihnen liegen bereits Besuche des Moskauer Raumfahrtmuseums und der Raketenschmiede Energija, in die normalerweise nur Firmenmitarbeiter kommen.
Doch für die Isei-Truppe gab es eine Sondererlaubnis, so öffneten sich die Tore. “Es ist ein tolles Gefühl, als ,very important person’ behandelt zu werden”, heißt es in einem Tagebucheintrag von Tobias. In dem Unternehmen “sehen wir fantastische Sachen – etwa die Duplikate von jener Rakete, mit der Juri Gagarin vor 50 Jahren als erster Mensch in Weltall flog, und von der Mir-Raumstation”. Zu Gast waren Heckel und die Schüler auch schon bei Natalja Koroljowa, der Tochter des legendären sowjetischen Raketenentwicklers Sergej Koroljow.
Ein Highlight hatte Heckel gestern auf die Tagesordnung gesetzt – eine Stippvisite beim Moskauer Institut für biomedizinische Forschung, wo derzeit das Langzeitexperiment Mars 500 läuft. Simuliert wird dabei ein bemannter Flug zum Roten Planeten und zurück. Zurück für die Isei-Expeditionäre geht es morgen. In den kommenden Winterferien soll dann weiter fleißig am Moonbuggy gewerkelt werden, Ende März muss es einsatzbereit sein.
Denn dann steht für einige Institutsmitstreiter die nächste große Reise an – zur Moonbuggy-Race im US-amerikanischen Huntsville. Bereits zum vierten Mal will das Isei bei diesem Nasa-Wettbewerb mit einem zweisitzigen Gefährt ins Rennen gehen und an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Eingefahren wurden bei dem im Space-Rocket-Park ausgetragenen Wettkampf schon mehrere Preise. 2010 strampelten die Isei-Piloten bei den Schülerteams am schnellsten mit ihrem vierrädrigen Moonbuggy namens Ganymed über den mit zahlreichen Hindernissen bestückten Parcours.
Mario Beck

Tobias und Hündin Strelka
Nach dem anstrengenden Vortag zum Geburtstag Koroljows gab es heute wieder einen ereignisreichen Raumfahrt-Tag für Tobias Meier und Christoph Eibeck. Beide sind nun infiziert von all den Raumfahrzeugen, welche im Museum des Raumschiffherstellers Energia zu sehen waren. So erschrak Tobias sehr, als ihn beim genauen Hinsehen in eine kleine Kapsel zwei Augen einer Hündin anzwinkerten. Es war eine Puppe des ersten lebenwesens im All, Laika.
Heute gab’s nun im Museum der Kosmonautik in Moskau die Gelegenheit, sich alles in Ruhe anzusehen. Am Eingang empfing der Kosmonaut Alexander Lasutkin (MIR) die Gruppe und unterhielt sich mit den Schülern. Dann lud er die Gruppe in das Museum ein. Gleich zu Beginn standen zwei Hunde in einer Glasvitrine. Es waren die originalen Körper der Hündinnen Belka und Strelka. Strelka hatte es Tobias angetan. Er musste sie genau untersuchen.
Der Tag führte durch die komplette russische Raumfahrt und einige Bereiche der US-Raumfahrt. Viele Raumschiffe wurden bestiegen, erklärt und fotografiert. Tobias war begeistert von der Tatsache, dass Raketentriebwerke auch eine Turbopumpe besitzen. So etwas kennt er aus LKW-Motoren. Er sieht alles sehr praktisch.
Christoph Eibeck ist eher der Wissenschaftler. Er macht sich schweigend viele Notizen und fragt hin und wieder, wenn er die Erklärungen in russisch oder englisch nicht versteht. Sehr schnell begreift er Zusammenhänge, die in verschiedenen Gesprächen an verschiedenen Orten gemacht wurden. Sogar die vielen russischen Namen der Wissenschaftler lernt Christoph recht schnell auseinander zu halten. Die Technik und ihre wissenschaftlichen Experimente interessieren ihn sehr – mit dem dazu nötigen geschichtlichen Hintergrund ist er bereits erstaunlich gut ausgerüstet.
Nach etwa 3 Stunden wurde es Zeit das Museum zu verlassen, denn es wartete bereite der nächste Höhepunkt: die Einladung der Tochter Koroljows. Mit einigen Minuten Verspätung gab es eine private Führung durch das Zimmer ihres Vaters. Dort befinden sich alle persönlichen Dinge des Lebens ihres Vaters und viele Auszeichnungen. Sogar ein Lunochod-Rad war zu finden. Eine weitere Stunde lauschten beide mit einer beneidenswerten Aufmerksamkeit den Ausführungen der Professorin.
Dann gab es Abendessen in der Wohnstube. Gerade noch gestern versammelten sich im selben Raum etwa 30 handverlesene russische Raumfahrtwissenschaftler. Nun sind die Schüler dort. Cosma tobt bereits seit einer Stunde mit der Urenkelin Lena. Auf dem Tisch stehen russische Leckereien und ein schmackhaftes Abendbrot. Es wird viel erzählt. Gegen 20 Uhr ist der Tag dann zu Ende. Morgen fahren wir mit dem Zug zu der Urururenkelin von Ziolkowski.
Fotos:
Museum der Kosmonauten
http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625691467245/
Zu Hause bei Koroljows
http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625817045162/
Die Moskauer Metro
http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625691317633/
Ralf Heckel,
principal
Sergei Pawlowitsch Koroljows 104. Geburtstag
Tobias Benedikt Meier
Moonbuggy Team HS 2011
www.spaceeducation.de
Sergei Pawlowitsch Koroljows 104. Geburtstag
Jetzt klingelt der Wecker, nach 3 Stunden Schlaf heißt es wieder Aufstehen. Es ist jetzt 05:45 Uhr. Wir müssen uns fertig machen für den 104. Geburtstag von Sergei Pawlowitsch Koroljow. Er war der Chefkonstrukteur der russischen Raumfahrt. Seine Raumschiffe brachten Gagarin in das Weltall und fliegen noch heute internationale Crews auf die Raumstation ISS. Um pünktlich bei der Wohnung von seiner Tochter Natalja Koroljowa zu sein, müssen wir mindestens 06:45 vom Oasis Hostel losgehen. Wir fahren mit der Metro.
Jetzt müssen wir nur noch auf den Bus warten, der uns in die Stadt „Koroljow“ bringt. 07:25 Uhr, noch ein Foto und dann ab in den warmen Bus. 07:55 Uhr, erster Halt: Museum der Firma RKK Energia. In dieses Museum darf sonst keiner rein nur mit Sondererlaubnis. Polizei steht am Eingang der Firma. Man macht uns ein Tor auf.
Die Raumschiffe hier sind sehr spektakulär und einzigartig. Es war ein unglaubliches Gefühl so wie ein VIP zu sein. Ich sehe hier Sachen die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Zum Beispiel den Hund Laika, Sojus-Apollo oder die Raumstation MIR die wir auch betreten dürfen. Nun was ist das? Ich habe gerade unter der MIR eine Raumfahrtdusche gefunden. Einige Minuten später ist es für die jungen russischen Ingenieure so weit, sie bekommen ihre Auszeichnung (Diplom). 11:30 Uhr, das Geblitze von allen Seiten wird stärker. Mehr und mehr Fotographen kommen und wollen uns mit die Kosmonauten und die ganze Familie Koroljow fotografieren.
12:05 Uhr, nun nehmen sich alle ihre Kamera und laufen zum Bus, um zum nächsten Zielpunkt zu gelangen. Der nächste Punkt ist innerhalb der Firma eine riesige Rakete. Es ist die Gagarinrakete „Wostok“, die Herr Koroljow gebaut hat. Dort legen alle Blumen an seiner Gedenktafel ab. Wir sind noch zu drei anderen Denkmälern gefahren. Dort haben wir auch wieder Blumen abgelegt. Jetzt fängt das spiel von vorne an. Blitze hier, Blitze dort wo man auch hinguckt immer schön Lächeln. Als vorletztes sind wir zu Koroljows alter Wohnung gefahren. Es liegt in der kleinen Stadt Koroljow.
Zum Schluß werden wir noch zum “ROTEN PLATZ” gefahren. Dort gehen wir jetzt zu Koroljows Grab. Etwa 10 Minuten später. Noch ein mal Blumen auf die Gräber von Gagarin und Koroljow und dann geht es auch schon wieder nach Hause. Es kamen immer mehr Leute. Ralf und Yvonne gehen mit der Traube aus VIP-Leuten, Ingenieuren und verdienten Menschen weiter. Für uns ist diese Reise hier am Roten Platz zu Ende. Wir haben aber einen Begleiter und nun Zeit für ein Mittagessen und eine Stadtbesichtigung von Moskau.
Am Abend schreibe ich meinen Bericht, da ich Angst habe, alles morgen zu vergessen. Es war ein unglaublicher Tag.
Links:
Koroljows 104. Geburtstag:
www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625682878525/
Zu Gast beim Raumschiffhersteller RKK Energia:
www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625687129379/
Mit Polizei-Eskorte als Delegationsmitglieder durch Moskau:
www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625812812214/
An der Kremlmauer am Grab von Gagarin und Koroljow:
www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625687153557/
Moskau bei Nacht:
www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625687157867/
Reise nach Moskau
Tobias Benedikt Meier
Moonbuggy Team HS 2011
www.spaceeducation.de
Reise nach Moskau
Berlin/Moskau, 11.1.2011
Fotos 1: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625671954397/
Fotos 2: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625676647201/
Videos: http://www.youtube.com/user/SpaceEducation…
Jetzt ist es so weit es ist 21:10. Die Reise beginnt. Wir fahren mit zwei Autos nach Berlin Schönefeld um dort mit dem Flugzeug nach Moskau zu Fliegen.Im 1. Auto (BMW) dort sitzen Ralf Heckel (der Chef), Steffen Freitag (ein Unternehmer), Christoph Eibeck (ein Schüler) und ich Tobias Meier. Im 2.Auto (Renault Twingo) sitzen Cosma Heckel (kleine Tochter) und Yvonne Heckel (Botschafterin für Raumfahrt).
Der BMW hat vor Fahrtbeginn einen Kilometerstand von 394.219 km. Am Flughafen sind es 190 km mehr. Das Auto hat so viele Kilometer im Dienst der Spaceeducation zurückgelegt, dass es auf der Strecke Erde-Mond bereits wieder auf der Rückreise wäre. Wir sind jetzt auf der A9, von hier wäre es mit dem Auto ca. 2000 km bis nach Russland (Moskau), es würde 3 Tage dauern bis man da ist. Der BMW hat diese Reise gerade vor 3 Monaten gemacht. Es ist jetzt 23:45 Uhr, wir können einchecken. 5-10 Minuten später ist die Sicherheitskontrolle. Der Beamte scherzt und sagt zu Cosma, dass sie nicht mit darf. Sie bricht sofort in Tränen aus und der betroffene Beamte schenkt ihr einen Kaugummi.
00:35 Uhr, jetzt gerade kommt die Durchsage “Flug Aeroflot 116 nach Moskau ist jetzt zum Einsteigen bereit.” Wir sitzen jetzt im Flugzeug, die Flugbegleiter erklären die Sicherheitsanweisung. Schon war es 00:50, das Flugzeug rollt an. Dann gibt es einen starken Schub. Alles vibriert und dann wird es ruhig. Nur im Bauch fühlt man, dass es aufwärts geht. Geil!
Während des Fluges bekamen alle Essen und Trinken. 05:00 Uhr, jetzt haben wir wieder festen Boden unter den Füßen, denn wir haben den Flughafen Scheremetjewo erreicht. Wir müssen die Uhr um 2 Stunden vorstellen, wegen der Zeitverschiebung. Zu Hause ist es also 03:00 Uhr Nachts. Der Terminal ist riesig und modern. Ich kann kaum etwas lesen. Alle Buchstaben sind verkehrt herum. In Moskau liegt etwas Schnee und es schneit. Die Temperatur ist um den Gefrierpunkt. Jetzt müssen wir uns beeilen damit wir noch den Aeroexpress (Flughafenzubringer) um 06:30 Uhr bekommen. Der Zug ist sehr breit und komfortabel eingerichtet. Es gibt Ledersitze und TV vom Flachbildschirm.
Es ist noch dunkel, als wir etwa 30 min später am Belorussischen Bahnhof ankommen. Alle sind sehr müde. Es ist 7 Uhr Ortszeit. Nun steigen wir in die U-Bahn. Das heißt hier “Metro”. Die Rolltreppen sind steil, lang und schnell. Die Züge sind sehr schnell, weil von einem zum nächsten nur 1 Minute Abstand ist. Wenn man sich nicht beeilt mit dem Ein- und Aussteigen, dann ist die Tür vor der Nase zu. Wenn das passiert, muss man mit dem Nächsten fahren, der dann bereits in 30 Sekunden einfährt.
Um 08:00 Uhr kommen wir dann endlich an unserem Hostel an. Es liegt nur eine Haltestelle vom Roten Platz entfernt. Jetzt müssen wir noch die Betten beziehen. Eine halbe Stunde später, nun können wir endlich mal ein bisschen Schlafen.

Gegen 14:00 Uhr stehen wir dann alle auf. Wir gehen noch zu McDonalds oder wie es in Russland geschrieben wird „Makдоналдс“, um etwas zu essen. Wir haben jetzt ganz schönen Hunger. Die Filiale hat Platz für 300 Besucher und ist auch riesig.
Danach gehen wir in ein Restaurant namens “Venezia”. Dort Treffen wir den Kosmonauten Sergei Ryazansk (sprich Riasanski). Wir reden mit ihm über seine Ausbildung. Auch erfahren wir dass er Kommandant bei der Vorbereitung des bemannten Marsfluges war. Dieses Experiment nennt sich “MARS 500″ und findet auf der Erde im Simulator eines Raumschiffes statt. Sein Großvater Michael gehörte zu den allerersten Ingenieuren der Raumfahrt. Er baute bereits zwischen 1945 und 1948 in Deutschland zusammen mit seinem Chef Koroljow an Raketen. 1957 lötete er ein Radio, welches weltberühmt wurde. Es war der Sender vom Sputnik.

Die Zeit verging viel zu schnell und wurde immer interessanter. Wir haben uns viele Raumfahrtbilder angesehen. Am Ende erklärte uns Sergei, dass er in den nächsten 2-3 Jahren auf die Raumstation ISS fliegen wird. Wir machen abschließend ein paar Fotos und ein Video.
Fotos 1: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625671954397/
Fotos 2: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625676647201/
Videos: http://www.youtube.com/user/SpaceEducation…
Tobias unterwegs
Tobias Meier, Klasse 8a, ist seit heute mit dem Team des International Space Education Institute aus Leipzig in Moskau unterwegs.
Erste Bilder findet ihr hier: www.flickr.com. Weitere Berichte folgen…















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