Unser Besuch auf der Energia-Webseite
Dies hat noch nie ein Ausländer in Russland geschafft:
www.energia.ru/en/news/news-2011/photo_01-12.html
Aber Ihr!
Gratuliere!
Im kommenden Jahr könnt Ihr auch zu den Preisempfängern gehören und im Text namentlich erwähnt werden. Das wäre bereits eine der höchsten Ehren der rusischen Raumfahrt, welche mit der Stillegung der Space-Shuttles ab Sommer diesen Jahres bis etwa Ende dieses Jahrzehnts führend in der bemannten Raumfahrt sein wird. In Verbindung mit einem erfolgreichen NASA-Preis über ein bis 2 Jahre stünden Euch damit alle Tore der internationalen Luft- und Raumfahrt offen.
Ralf Heckel,
principal
Russland ein Märchenland
von Ralf Heckel, www.spaceeducation.de
Fotos: www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625831046626/
Der Samstag heute war entspannt mit etwas Kulturprogramm. Die Jungs haben sich im Ismailowski-Park auf dem Trödelmarkt umgesehen. Bei -6 °C und leichtem Schneefall erfüllte sich zwischen dem Hühnerbein-Haus der Hexe Babajaga und der Schneekönigin ein kleiner russischer Märchentraum. Es gab viel zu Sehen und zum Anfassen. Vor allem die Bauten verschiedener historischer Kulissen verzauberten das Geschehen. Es gab Matroschkas in allen Größen und Mengen, alte Antiquaritäten und neue Souvenirs. Als die Kälte durch die Mäntel zog, setzten sich alle bei heißem Tee in ein rustikales Holzhaus und aßen ein deftiges Schaschlik.
Am Nachmittag kamen drei russische Studenten des Moskauer Luft- und Raumfahrtinstitutes. Jewgeni sah müde aus, er hat gestern sein Diplom mit Auszeichnung gemacht. Es ist bereits das beste Diplom des Jahres. Er wird im Februar für zwei Jahre nach Leipzig kommen, als Mentor für verschiedene BELL-Arbeiten zur Verfügung stehen und die Arbeitsgemeinschaft “CAD” im Dienst des International Space Education Institutes an mehreren Schulen leiten.
Marina Tereschkowa und Roman Tarasow wollen das russische Moonbuggy in Leipzig fertig stellen und im April in der USA fahren. Wir erfahren, dass die Leitung des Moskauer Luft- und Raumfahrtinstitutes ein weiteres eigenes Team aufgestellt hat. Das ist eine große Überraschung.
Die Schüler Tobias und Christoph schreiben fleißig an ihren Berichten, als verschiedene Emails eingehen. Der heute 75-jährige Chefkonstrukteur des Lunochod 1 will die Moonbuggy-Teams des International Space Education Institutes unterstützen, die Geschäftseitung des Raumschiffherstellers RKK Energia auch und die Leitung der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos fragt nach, ob sie die Vorhaben des International Space Education Institutes beschleunigen kann. Man bietet der Botschafterin Yvonne einen neuen Raumanzug an und bittet um die leihweise Verfügungsstellung des seit 8 Jahren getragenen Anzuges für eine Ausstellung im Rahmen herausragender Bildungsarbeit für die Wissenschaft und Raumfahrt. Am Abend erscheint ein bekannter russischer Geschäftsmann mit seiner Tochter im Hostel und bietet dem Leipziger Institut mit der Finanzierung einiger Flugtickets in die USA Unterstützung an. Er sagt: “Bei so etwas Großem muss ich einfach helfen. Ich kann nicht anders.”
Besuch bei Ziolkowski
Tobias Benedikt Meier
Moonbuggy Team HS 2011
www.spaceeducation.de
Besuch bei Ziolkowski
Kaluga, 14.01.2011
Es ist um 06:00 Uhr Aufstehen ist angesagt. Jedenfalls muss jetzt nach meiner Meinung Tempo gemacht machen, denn in einer halben Stunde soll es losgehen. Wohin heute? Heute geht es nach Kaluga, dem ehemaligen Wohnort des Vaters der Raumfahrt, Ziolkowski. Jetzt ist es 06:30 und ich habe nicht alles fertig bekommen, denn meine Haare sind noch nicht gemacht. Das heißt: Haargel in die Tasche packen und dann los.
Wir fahren heute mal wieder mit der Metro zu unserem Umsteigepunkt, der heute die Staatseisenbahn am Kiewer Bahnhof ist. Die Zugabfahrt ist 07:30 Uhr. Um 07:28 Uhr haben wir den Zug erreicht. Puhh…noch geschafft, jetzt nur noch am Zugpersonal vorbei und dann kann es von mir aus auch schon losgehen. Pünktlich fährt der Zug los wie der Fahrplan verspricht, 08:30 Uhr. Das Zugpersonal macht die Fernseher an, denn wir sitzen in der 1. Klasse. Die ist auf der 2 ½ stündigen Fahrt nur 3 Euro teurer, aber es lohnt sich. Die ganze Fahrt kostet 10 Euro. Es kommen zwar nur russische Filme aber na gut, bewegte Bilder sind auch schön.
Im Zug war es dann so weit, dass wir die Raumanzüge angezogen haben, dann hab ich mir schnell mein Haargel geschnappt und meine Haare schnell noch gestylt. Es ist hell und 10 Uhr, als wir in Kaluga einfahren. Überall stehen diese Taxileute und labern einen voll mit „Taxi! Taxi! Brauchen sie ein Taxi?” und das auf russisch. Schließlich haben wir mal eins genommen, aber nur weil die Zeit so knapp ist und der Weg durch die Stadt weit. Die Fahrt kostet uns insgesamt 300 Rubel.
Fotos: www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625824904010/
Wir kommen an einem roten Schulgebäude des Gymnasiums Nr. 9 an. Der Direktor hat uns schon an der Tür erwartet. Er brachte uns in sein Direktorenzimmer. Jetzt gibt es noch Tee, Kaffe und Kekse. Es wird sich vorgestellt und unterhalten. Er verleiht Herrn Heckel einen Orden für Gesundheit und Sicherheit vom Bürgermeister von Kaluga. Das ist eine Überraschung. Herr Heckel überreicht dafür einen Werkzeugkasten für das Moonbuggy aus Kaluga. Seine Schüler hatten unser Moonbuggy im Oktober hier in Kaluga kaputt gefahren. Nun können sie es in Zukunft selbst reparieren.
Ich setze mich dann auf Bitte des Direktors auf seinen Stuhl und zeige ihm die Webseite der Mittelschule Portitz. Das war ein tolles Gefühl auf einem großen weichen Drehsessel eines Schuldirektor. Nur die Tastatur war etwas komisch mit russischen Buchstaben. Auch die Menüleiste ist in Russisch. Zum Glück standen auf der Tastatur auch noch die kleinen lateinischen Buchstaben drauf. Herr Dr. Iwantzew war begeistert und fragte mich ob Austausch-Schüler Interesse haben nach Kaluga in seine Schule zu kommen. Ich habe mich gemeldet.
Dann gehen wir in das Computerkabinett, die Bibliothek und das Schulmuseum. Ein paar Schüler aus der 10. und 11. Klasse besuchen uns dort. Sie wollen gern als Austausch mit nach Leipzig kommen. Wir stellen uns gegenseitig in englisch vor. Wir erfahren dann was Ziokowski alles unterrichtet hat. Er unterrichtete Mathematik, Physik und Astronomie. Der Direktor zeigt uns jetzt die Ausstellungszimmer.


Fotos: www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625824904010/
Gegen 12:00 Uhr fahren wir mit dem Taxi zum Haus von Ziolkowski, welches heute ein Museum. Es sind dort in seinem Haus viele Sachen von ihm, z.b. wie er gewohnt hat und was er früher schon so alles hatte. Dann treffen wir seine Urur-Enkelin. Sie heißt Elena Timoschenkowa. Natürlich machen wir ein Foto. Sie freut sich sehr.
Nach einem kleinen Fußmarsch zusammen mit den russischen Schülern erreichen wir ein großes modernes Museum. Davor liegt auf einem Eisenbahnhänger eine riesige weiße Wostok-Rakete. Wir machen ein paar tolle Fotos und ich unterhalte mich viel mit den Mädchen. Im Museum gab es wieder viele Exponate. Es sind meist technische Dinge. Da ist auch ein Raumschiff wie es sich Ziolkowski vorgestellt hat, der Lunochod (russischer Moonbuggy), Planetensonden oder ein riesiges Triebwerk von der Energia-Rakete.
Fotos: www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625699496215/
Herr Heckel hat wieder ein Geschenk für den Direktor, der uns auch herzlich empfängt. Er kommt sogar mit uns vor das russische Moonbuggy um ein Foto zu machen.
Nach 2 Stunden Museum geht es wieder zurück zum Bahnhof. Wir werden wieder vom Taxi abgeholt (Autotypen: Chevrolet und Kia). Die Stadt ist voll mit Autos und wir drängen uns durch den Berufsverkehr. Der Taxifahrer nimmt es mit den Verkehrsregeln nicht so genau und eröffnet manchmal eine Zusatzspur für uns.
Los los los!!! Schnell aussteigen, es ist schon 13:19 Uhr. Die Bahn fährt zwar schon 13:21 Uhr aber bis zur letzten Sekunde muss man keine Hektik machen, erst wenn es schon fast zu spät ist wird alles über denn Haufen geworfen, so dass alles fast noch schlimmer wird. Wir haben es aber doch noch geschafft, endlich im Zug. Es ist 15:23 Uhr, also 3 Minuten zu spät. Der Zug hätte schon längst weg sein können, aber wir hatten Glück. Alle haben riesen Hunger gut das die andere Autogruppe noch schnell was gekauft hat. Jetzt können wir wieder zweieinhalb Stunden das machen was wir wollen – Berichte schreiben.
Als wir ankommen, laden uns unsere Teamleiter noch in ein Einkaufszentrum ein. Dort gibt es eine Simulatorhalle mit allen Autos, Motorrädern und LKW, die man sich wünschen kann. Natürlich probiere ich alles aus udn mache das was ich am Besten kann, Rückwärts mit dem LKW fahren.
Fotos: www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625699507661/
Besuch im Space Museum Moskau (BBZ)
Tobias Benedikt Meier
Moonbuggy Team HS 2011
www.spaceeducation.de
Besuch im Space Museum Moskau (BBZ)
Fotos: www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625691467245/
Da ist das tägliche Geräusch am Morgen. Mein Handy klingelt mal wieder um mich zu wecken. Diesmal zum Glück etwas später und nach etwas mehr Schlaf. Es ist jetzt 09:00 Uhr. Es bleibt mir wie immer nur wenig Zeit um mich fertig zu machen. Dann dauert es doch länger, weil Herr Heckel noch Bilder und Texte an die Presse weiterleitet. Um 10:00 Uhr gehen wir dann endlich zum größten Kosmonautenmuseum Russlands. Wie jeden Tag fahren wir mit der Metro dorthin. Nur heute haben wir einen langen Weg mit der Metro zu fahren. Es dauert etwas 45 min und wir müssen zweimal umsteigen.
Jetzt stehen wir vor einem riesigen Raketendenkmal. Es ist 107 Meter hoch. Das ist so groß wie die Mondrakete Saturn V. Nur ist dieses Denkmal komplett aus Titan. Wir gehen nun in das Museum hinein und treffen auf den MIR-Kosmonauten Alexander Lasukin. Er begrüßt uns und übergibt Herrn Heckel die Führung unserer Gruppe im Museum. Wir sind wieder VIP-Gäste.
Am Eingang schaue ich mir die beiden Weltallhunde Belka und Strelka genau an. Die beiden waren nach der Hündin Laika (Start am 4.11.1957) die ersten Lebewesen im Weltall. Sie kamen auch wieder gesund zurück auf die Erde. Wir bekommen von unserem Teamchef erklärt wie eine Raketentriebwerk aufgebaut ist und wie es funktioniert. Die Raketendüse wird durch den Sauerstoff gekühlt. Eingespritzt wird der Treibstoff durch eine Turbopumpe. Das ist eine Art übergroßer Turbolader wie beim LkW.
Wir sehen unzählige Raumfahrzeuge und sind wieder in der Raumstation MIR. Ein Mission Control Center ist auch da und auch eine NASA-Abteilung. Herr Heckel kann viel erklären und je mehr er erklärt, umso mehr Fragen habe ich. Alles ist interessant. Dabei merke ich nicht wie die Zeit vergeht. Draußen ist es schon längst dunkel. Selbst die kleine Cosma hat alles mitgemacht und sagt am Ende “Ich will auch zum Mond fliegen”. Da spricht Herr Heckel mit einem Mann auf Russisch und wir dürfen in einen Flugsimulator des BURAN steigen. Das ist der russische Space Shuttle. Mit 3-D-Brille und Hydraulikbeinen geht es angeschnallt durch das Weltall: Start, Mondüberflug, Saturnsystem, Wasserung. Im Asterioidengürtel werden wir mächtig durchgeschüttelt. Wir müssen ausweichen. Cosma fährt zweimal mit.
Mit weichen Knien besteige ich gegen 17 Uhr die Metro. Hinter uns wird das Museum zugeschlossen. Man war das Klasse!
Nun wird es spannend. Gegen 18 Uhr kommen wir an der Wohnung von der Tochter Koroljows an. Wir sind von ihr persönlich! Eingeladen worden. Mit dem Fahrstuhl geht es in die 12. Etage und schon stehen wir in einem vollgestopften Raum mit persönlichen Dingen ihres Vaters. Da ist alles! Sein Fernglas, sein Rechenschieber, sein Telefon aus Baikonur, die Handschuhe vom Startplatz, ja sogar das Handtuch von Juri Gagarins Flug und dessen Startschlüssel. Wow!
Nach einer Stunde Rundgang gibt es Abendbrot. Es gibt Fisch, Fleisch und sauer eingelegte Früchte. Lecker! Die Atmosphäre wird locker. Cosma spielt mit der 9-jährigen Enkelin. Die beiden kennen und verstehen sich ohne die Sprache des anderen zu sprechen.
Danach machen wir ein Erinnerungsfoto im Museum und unsere Teamleiter werden von Frau Koroljow beschenkt. Natürlich haben sie auch etwas mit. Nach Umarmungen geht es in das Hotel. Es ist 22 Uhr und wir fallen in das Bett.
Fotos: www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625817045162/
Fotos:www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625691467245/
LVZ-Bericht
Heute erschien in der Leipziger Volkszeitung auf Seite 20 ein Artikel über die Reise des Teams des International Spaceeducation Instituts nach Rußland:
Schüler auf den Spuren der Kosmonautik
Leipziger Institut organisiert Raumfahrt-Bildungstour nach Moskau
Am Dienstag sind sie in Richtung Moskau abgehoben und morgen werden sie wieder auf heimatlichem Boden landen – zwei Schüler, die als Mitglieder des Leipziger International Space Education Institute (Isei) bei der Mission die Kosmostechnik hautnah erleben.
Das Programm in der russischen Hauptstadt ist für den 14-jährigen Tobias Meier und den 15-jährigen Christoph Eibeck dicht gedrängt. Tobias nutzt die wenigen ruhigen Momente, um im Online-Tagebuch seine Eindrücke zu schildern. “Ich schreibe meist abends meine Berichte, es sind unglaubliche Tage, die wir hier verbringen”, lässt der Mittelschüler aus Portitz wissen, der in seiner Freizeit am Leipziger Isei aktiv ist und dort zum so genannten Moonbuggy-Team gehört, das innovative Tretfahrzeuge konstruiert und baut. Auch Christoph, der Brandiser Gymnasiast, macht in der Moonbuggy-Mannschaft mit.
Isei-Vereinschef Ralf Heckel, der seit vielen Jahren enge Kontakte zur US-amerikanischen Nasa und zur russischen Raumfahrtbehörde pflegt, hat den Moskau-Trip organisiert und ist stolz auf die beiden Jungs, mit denen er vor Ort auf den Spuren der Kosmonautik wandelt. “Sie beweisen Durchhaltevermögen, treten souverän auf, sind wissensdurstig”, mailt Heckel an die LVZ. Hinter ihnen liegen bereits Besuche des Moskauer Raumfahrtmuseums und der Raketenschmiede Energija, in die normalerweise nur Firmenmitarbeiter kommen.
Doch für die Isei-Truppe gab es eine Sondererlaubnis, so öffneten sich die Tore. “Es ist ein tolles Gefühl, als ,very important person’ behandelt zu werden”, heißt es in einem Tagebucheintrag von Tobias. In dem Unternehmen “sehen wir fantastische Sachen – etwa die Duplikate von jener Rakete, mit der Juri Gagarin vor 50 Jahren als erster Mensch in Weltall flog, und von der Mir-Raumstation”. Zu Gast waren Heckel und die Schüler auch schon bei Natalja Koroljowa, der Tochter des legendären sowjetischen Raketenentwicklers Sergej Koroljow.
Ein Highlight hatte Heckel gestern auf die Tagesordnung gesetzt – eine Stippvisite beim Moskauer Institut für biomedizinische Forschung, wo derzeit das Langzeitexperiment Mars 500 läuft. Simuliert wird dabei ein bemannter Flug zum Roten Planeten und zurück. Zurück für die Isei-Expeditionäre geht es morgen. In den kommenden Winterferien soll dann weiter fleißig am Moonbuggy gewerkelt werden, Ende März muss es einsatzbereit sein.
Denn dann steht für einige Institutsmitstreiter die nächste große Reise an – zur Moonbuggy-Race im US-amerikanischen Huntsville. Bereits zum vierten Mal will das Isei bei diesem Nasa-Wettbewerb mit einem zweisitzigen Gefährt ins Rennen gehen und an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Eingefahren wurden bei dem im Space-Rocket-Park ausgetragenen Wettkampf schon mehrere Preise. 2010 strampelten die Isei-Piloten bei den Schülerteams am schnellsten mit ihrem vierrädrigen Moonbuggy namens Ganymed über den mit zahlreichen Hindernissen bestückten Parcours.
Mario Beck

Reise nach Moskau
Tobias Benedikt Meier
Moonbuggy Team HS 2011
www.spaceeducation.de
Reise nach Moskau
Berlin/Moskau, 11.1.2011
Fotos 1: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625671954397/
Fotos 2: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625676647201/
Videos: http://www.youtube.com/user/SpaceEducation…
Jetzt ist es so weit es ist 21:10. Die Reise beginnt. Wir fahren mit zwei Autos nach Berlin Schönefeld um dort mit dem Flugzeug nach Moskau zu Fliegen.Im 1. Auto (BMW) dort sitzen Ralf Heckel (der Chef), Steffen Freitag (ein Unternehmer), Christoph Eibeck (ein Schüler) und ich Tobias Meier. Im 2.Auto (Renault Twingo) sitzen Cosma Heckel (kleine Tochter) und Yvonne Heckel (Botschafterin für Raumfahrt).
Der BMW hat vor Fahrtbeginn einen Kilometerstand von 394.219 km. Am Flughafen sind es 190 km mehr. Das Auto hat so viele Kilometer im Dienst der Spaceeducation zurückgelegt, dass es auf der Strecke Erde-Mond bereits wieder auf der Rückreise wäre. Wir sind jetzt auf der A9, von hier wäre es mit dem Auto ca. 2000 km bis nach Russland (Moskau), es würde 3 Tage dauern bis man da ist. Der BMW hat diese Reise gerade vor 3 Monaten gemacht. Es ist jetzt 23:45 Uhr, wir können einchecken. 5-10 Minuten später ist die Sicherheitskontrolle. Der Beamte scherzt und sagt zu Cosma, dass sie nicht mit darf. Sie bricht sofort in Tränen aus und der betroffene Beamte schenkt ihr einen Kaugummi.
00:35 Uhr, jetzt gerade kommt die Durchsage “Flug Aeroflot 116 nach Moskau ist jetzt zum Einsteigen bereit.” Wir sitzen jetzt im Flugzeug, die Flugbegleiter erklären die Sicherheitsanweisung. Schon war es 00:50, das Flugzeug rollt an. Dann gibt es einen starken Schub. Alles vibriert und dann wird es ruhig. Nur im Bauch fühlt man, dass es aufwärts geht. Geil!
Während des Fluges bekamen alle Essen und Trinken. 05:00 Uhr, jetzt haben wir wieder festen Boden unter den Füßen, denn wir haben den Flughafen Scheremetjewo erreicht. Wir müssen die Uhr um 2 Stunden vorstellen, wegen der Zeitverschiebung. Zu Hause ist es also 03:00 Uhr Nachts. Der Terminal ist riesig und modern. Ich kann kaum etwas lesen. Alle Buchstaben sind verkehrt herum. In Moskau liegt etwas Schnee und es schneit. Die Temperatur ist um den Gefrierpunkt. Jetzt müssen wir uns beeilen damit wir noch den Aeroexpress (Flughafenzubringer) um 06:30 Uhr bekommen. Der Zug ist sehr breit und komfortabel eingerichtet. Es gibt Ledersitze und TV vom Flachbildschirm.
Es ist noch dunkel, als wir etwa 30 min später am Belorussischen Bahnhof ankommen. Alle sind sehr müde. Es ist 7 Uhr Ortszeit. Nun steigen wir in die U-Bahn. Das heißt hier “Metro”. Die Rolltreppen sind steil, lang und schnell. Die Züge sind sehr schnell, weil von einem zum nächsten nur 1 Minute Abstand ist. Wenn man sich nicht beeilt mit dem Ein- und Aussteigen, dann ist die Tür vor der Nase zu. Wenn das passiert, muss man mit dem Nächsten fahren, der dann bereits in 30 Sekunden einfährt.
Um 08:00 Uhr kommen wir dann endlich an unserem Hostel an. Es liegt nur eine Haltestelle vom Roten Platz entfernt. Jetzt müssen wir noch die Betten beziehen. Eine halbe Stunde später, nun können wir endlich mal ein bisschen Schlafen.

Gegen 14:00 Uhr stehen wir dann alle auf. Wir gehen noch zu McDonalds oder wie es in Russland geschrieben wird „Makдоналдс“, um etwas zu essen. Wir haben jetzt ganz schönen Hunger. Die Filiale hat Platz für 300 Besucher und ist auch riesig.
Danach gehen wir in ein Restaurant namens “Venezia”. Dort Treffen wir den Kosmonauten Sergei Ryazansk (sprich Riasanski). Wir reden mit ihm über seine Ausbildung. Auch erfahren wir dass er Kommandant bei der Vorbereitung des bemannten Marsfluges war. Dieses Experiment nennt sich “MARS 500″ und findet auf der Erde im Simulator eines Raumschiffes statt. Sein Großvater Michael gehörte zu den allerersten Ingenieuren der Raumfahrt. Er baute bereits zwischen 1945 und 1948 in Deutschland zusammen mit seinem Chef Koroljow an Raketen. 1957 lötete er ein Radio, welches weltberühmt wurde. Es war der Sender vom Sputnik.

Die Zeit verging viel zu schnell und wurde immer interessanter. Wir haben uns viele Raumfahrtbilder angesehen. Am Ende erklärte uns Sergei, dass er in den nächsten 2-3 Jahren auf die Raumstation ISS fliegen wird. Wir machen abschließend ein paar Fotos und ein Video.
Fotos 1: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625671954397/
Fotos 2: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625676647201/
Videos: http://www.youtube.com/user/SpaceEducation…
Wie kam ich zum Moonbuggy?
Tobias Benedikt Meier
Moonbuggy Team HS 2011
www.spaceeducation.de
Am 10. September 2010 durfte ich als einer von insgesamt 5 Schülern meiner Schule zum Berufs- und Technologiezentrum nach Borsdorf. Der Tag wurde extra freigestellt und wir konnten uns über verschiedene Handwerksberufe informieren. Eigentlich waren es schon 5 Schüler und alle Zugtickets waren vergeben, doch einer der 5 Schüler wurde mit dem Auto gefahren und da wurde noch ein Zugticket frei. So durfte ich mitfahren. Als wir in Borsdorf ankamen, sah ich zum ersten Mal das Moonbuggy. Wir durften den Parcours mit aufbauen. Dabei halfen uns russische Luft- und Raumfahrtstudenten aus Moskau. Diese haben dann auch ein Rennen veranstaltet und sprachen englisch.
Wir fuhren gegeneinander um Zeit. Ich habe den 1.Platz gemacht und eine Auszeichnung bekommen. Es gab einen Werkzeugkasten und einen USB-Stick.
Fotos 1: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157624926593930/
Fotos 2: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157624801995613/
Video: http://www.youtube.com/user/SpaceEducation…
Danach ging es rasant weiter. Zunächst habe ich Ende September das Moonbuggy im Space Hotel reinigen und reparieren gelernt. Das ging gut, denn es fuhr danach direkt nach Moskau. Die nächsten Termine kamen dann auch schnell. Es gab einen Vertrag und etwa eine Woche später hatte ich schon meine erste Pressekonferenz.
Am 03.11.2010 habe ich dann auf Einladung des Space Education Institutes den ersten Deutschen Kosmonauten Sigmund Jähn in der Uni Leipzig kennengelernt.
Fotos: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625216368041/
Am 23.11.2010 war ich mit der Institutsleitung Ralf und Yvonne Heckel sowie deren beiden Kindern in Neubrandenburg zur Raumfahrtkonferenz (25.Tage der Raumfahrt). Dort habe ich das Moonbuggy vor Fachpublikum vorgestellt. Unter den Rednern befanden sich auch Oliver Knickel (Teilnehmer am MARS 500 Projekt) und Juri Ussatschow (Kosmonaut und Leiter des Mission Control Centers). Beide habe ich persönlich kennengelernt und alle staunten über das Moonbuggy. Es gab insgesamt 8 Vorträge. Dort habe ich auch unseren chinesischen Teilnehmer am Moonbuggy-Race kennengelernt. Er heißt Yakai Chan, ist 17 Jahre alt und kommt aus Shanghai. Sein Vater ist Raumfahrtwissenschaftler.
Fotos: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625216374919/
Im Dezember ging es auch zur Sache. Ich habe an mehreren Wochenenden mitgeholfen den Pressespiegel fertig zu stellen. Am Ende des Jahres war er über 400 Seiten dick und in vielen Sprachen. Das alles sind erschienene Zeitungsartikel über das Moonbuggy, welches ich gefahren habe. Ein solcher Pressespiegel ist wichtig für Sponsoren.
Pressespiegel 2010:
international/VIP www.spacepass.de/druck/press-int2010.pdf
englisch www.spacepass.de/druck/press-eng2010.pdf
По русский www.spacepass.de/druck/press-rus2010.pdf
deutsch www.spacepass.de/druck/press-ger2010.pdf
Am 08.Januar 2011 haben wir uns zum ersten Mal mit dem neuen Team getroffen. Zum neuen Team gehören neben Yakai aus China: Christoph Eibeck (15 Jahre, Gymnasium Brandis, 10.Klasse), Eric Meinel (14 Jahre, Gymnasium Kant, 9.Klasse) und ich (14 Jahre, Mittelschule Portitz, 8.Klasse). Wir haben auch eine Teamleiterin. Sie heißt Marine Boyer und kommt aus Frankreich. Marine ist 23 Jahre und hat einen Masterabschluss in Spanisch und Englisch. Sie macht mit dem Moonbuggyprojekt ein Praktikum in Deutschland/Leipzig. Marine redet mit uns nur in Englisch und macht mit uns englische Moonbuggy Vodcasts (Videos) die dann bei Youtube veröffentlicht werden.
Fotos: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157625661566317/
Videos: http://www.youtube.com/user/SpaceEducation…









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